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20 Jahre Güterverkehrszentrum

20 Jahre Güterverkehrszentrum

Vor 20 Jahren wurde der Industriepark GVZ (Güterverkehrszentrum) vor dem Audi Werk eröffnet. Inzwischen sind dort mehr als 20 Unternehmen mit rund 3000 Beschäftigten unmittelbar in die Wertschöpfungskette zum Audi Werk Ingolstadt eingebunden. Ein Erfolgsmodell auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?

 

© IG Metall

 
 

Das GVZ ist für viele Beteiligte ein Erfolgsmodell. Ist es das auch für die vielen Beschäftigten der dort angesiedelten Firmen? Das wollte die IG Metall wissen. Sie hat deswegen im Sommer 2014 das Sozialforschungsunternehmen »sociotrend« beauftragt, eine Befragung der Beschäftigten zu erstellen. Es entstand ein bemerkenswertes Bild der Arbeitsbedingungen im GVZ.

 

Ergebnisse der Befragung

Die wenigsten Beschäftigten werden nach Tarifvertrag bezahlt. Jeder Fünfte sagt aus, dass sein Arbeitgeber keinen Betriebsrat wünscht. Nur jeder Zehnte erhält eine regelmäßige Lohnerhöhung und nur wenige der Befragten haben eine betriebliche oder private Altersversorgung. Rund 60 Prozent der Befragten finden, dass sie nicht angemessenen entlohnt werden und sich und ihren Familien keinen angemessen Lebensstandard in der Region Ingolstadt leisten können. Dabei fallen die Ergebnisse für die Logistikdienstleister deutlich schlechter aus als bei den industrienahen Betrieben. Es gibt Beschäftigte, die bekommen trotz Vollzeitstelle rund 1500 Euro brutto. Ein Nettoentgelt knapp über der Armutsgrenze.

 

Audi sagte ab

Im Mai 2015 fand die Konferenz „Befragung im GVZ“ statt, zu der die IG Metall Betriebsräte, Arbeitgebervertreter und Vertreter der Audi AG eingeladen hatte. Hier sollte ein gemeinsames Bild der Arbeitsbedingungen im GVZ diskutiert werden. Kein Unternehmensvertreter von Audi nahm daran teil. Arbeitgebervertreter von Zuliefer- und Dienstleistungsbetrieben im GVZ konnten wesentliche Aussagen der Befragung nachvollziehen und beschrieben die Problematik aus ihrer Perspektive.

 

Viele Profiteure

„Heute profitieren vom GVZ viele. Die Stadt mit der Ansiedlung eines sehr erfolgreichen Industrieparks oder die Audi AG, mit der unmittelbaren Nähe wichtiger Zulieferer und Dienstleister. Nur die Menschen, die dort tagtäglich arbeiten und zu dem Erfolg beitragen, werden abgehängt“, so Johann Horn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt. 

 

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