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Beschäftigte von Stute Logistics kämpfen für Tarifvertrag

Beschäftigte von Stute Logistics kämpfen für Tarifvertrag

Unbeirrt streiten die Beschäftigten von Stute Logistics weiter für einen Tarifvertrag. Als sie ihrem Arbeitgeber mit einem Warnstreik Druck machen wollten, liess er den Gewerkschaftsvertreter nicht aufs Werksgelände. Daraufhin stellten die Mitarbeiter abermals ihre Motivation unter Beweis, gemeinsam etwas zu bewegen.

 
Beschäftigte des Airbus-Dienstleisters "stute Logistics"

Beschäftigte des Airbus-Dienstleisters "Stute Logistics" während des Warnstreiks am Dienstag in Hausbruch.

 

Und darum geht es: Die Beschäftigten an den Stute-Standorten Bremen, Finkenwerder, Hausbruch und Stade lagern und liefern hauptsächlich Produkte für den Flugzeugbauer Airbus, der zur Metall- und Elektroindustrie zählt. Daher ist die IG Metall berechtigt, auch für die Beschäftigten von "Stute Logistics" einen Tarifvertrag mit dem Arbeitgeber auszuhandeln.

Dieser Tarifvertrag soll nach dem Wunsch der Beschäftigten unter anderem für höhere Entgelte sorgen, für 30 Tage Jahresurlaub, ein faires Eingruppierungssystem und kürzere Arbeitszeiten. Für Überstunden sowie Wochenend-, Nacht- und Schichtarbeit soll es Zuschläge geben, Leiharbeitnehmer sollen für die gleiche Arbeit auch das gleiche Geld erhalten. Außerdem sollen sie nach zwölf Monaten Einsatzzeit unbefristet übernommen werden.

In bisher drei Verhandlungen zeigte sich "Stute Logistics" jedoch wenig entgegenkommend. Ganz im Gegenteil, kritisiert Gewerkschaftssekretär Emanuel Glass: "Stute reicht bei Gericht eine Klage nach der anderen ein". Die Jüngste habe darauf gezielt, der IG Metall das Recht auf die Tarifverhandlungen streitig zu machen. Das Gericht entschied zugunsten der Gewerkschaft, trotzdem bemüht die Unternehmensleitung weiter eifrig ihre Juristen. "Anscheinend will Stute so auf Zeit spielen und hofft, dass die Beschäftigten mürbe werden", vermutet Glass.
 

Hoch motiviert und zielstrebig zum Tarifvertrag

Sollte das der Plan sein, geht er zumindest bisher nicht auf: Als am Dienstag Gewerkschaftssekretäre auf dem Gelände des Standorts Hausbruch Flyer mit einem Warnstreikaufruf verteilen wollten, wurden sie bereits am Werkstor aufgehalten und nicht auf das Gelände gelassen. Die Beschäftigten verteilten den Aufruf daraufhin kurzerhand selbst und sorgten dafür, dass sich über Dreiviertel beziehungsweise rund 150 der Kolleginnen und Kollegen am Warnstreik beteiligten.

Auch eine Facebook-Seite mit den neusten Nachrichten vom Arbeitskampf haben sie auf eigene Faust erstellt und verfolgen ihre Ziele generell mit hoher Motivation. "Unter den Beschäftigten hat sich geradezu eine Dynamik entfesselt", freut sich Glass. Die IG Metall fungiere eigentlich nur noch als Impulsgeber und unterstütze mit Wissen und Material.

Bleibt zu hoffen, dass das Management von Stute den Willen der Belegschaft nicht länger ignoriert. "Für ihre Arbeit bei einem Premium-Kunden haben sie auch einen fairen Tarifvertrag verdient", unterstreicht Glass.

 

Quelle: http://www.igmetall.de/internet/tarifvertrag-fuer-airbus-dienstleiter-14108.htm

 

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