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Regelungen gegen Missbrauch von Werkverträgen gefordert

Regelungen gegen Missbrauch von Werkverträgen gefordert

Nachdem die skandalösen Arbeits- und Lebensbedingungen von griechischen Arbeitern in Mecklenburg-Vorpommern bekannt geworden sind, fordert die IG Metall Küste Unternehmen und Politik erneut zum Handeln auf. „Auch die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie, in denen die Arbeiter eingesetzt waren, tragen für diese unerträgliche Situation eine Mitverantwortung. Sie dürfen nicht länger weggucken", sagte Daniel Friedrich, Tarifsekretär der IG Metall Küste.

 
Hilfsaktion der IG Metall Stralsund-Neubrandenburg: Jan Kuhnert (Mitte) und Frank Prenzlau übergeben Lebensmittel an die griechischen Arbeiter, die zwischenzeitlich in einer Pension untergebracht worden sind.

© IG Metall

Hilfsaktion der IG Metall Stralsund-Neubrandenburg: Jan Kuhnert (Mitte) und Frank Prenzlau übergeben Lebensmittel an die griechischen Arbeiter, die zwischenzeitlich in einer Pension untergebracht worden sind.

 

"Wir brauchen endliche verbindliche Regelungen und soziale Mindeststandards für Beschäftigte mit Werkvertrag, damit solche unhaltbaren Zustände wie jetzt in Groß Stieten und Lubmin gestoppt werden“, so Friedrich weiter. „Die Unternehmen müssen die Verträge offenlegen: Es muss deutlich werden, wie solche katastrophalen Zustände und ein solcher Wildwuchs möglich sind.“

Wichtig ist der Gewerkschaft dabei, dass die Betriebsräte mehr Mitsprache und damit eine Möglichkeit bekommen, gegen den Missbrauch von Werkverträgen in den Betrieben vorgehen zu können. „Einen entsprechenden Haustarifvertrag haben wir jetzt auch bei der Neptun-Werft in Rostock-Warnemünde“, sagte Peter Hlawaty, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Rostock und Schwerin. „Uns ist es wie im vergangenen Jahr bei der Meyer Werft gelungen, Mindeststandards bei den Arbeitszeiten, der Entlohnung, der Unterbringung und dem Arbeits- und Gesundheitsschutz zu vereinbaren.“

Neben den Arbeitgebern sieht die IG Metall Küste auch die Politik gefordert: „Der Ankündigung der Bundesregierung, etwas gegen den Missbrauch von Werkverträgen zu tun, müssen schnell Taten folgen. Von der Landesregierung in Schwerin erwarten wir, dass sie sich in Berlin für eine strikte Regelung einsetzt, die auch die Auftraggeber in die Haftung nimmt. Wie in Niedersachsen müssen außerdem Verordnungen geschaffen werden, die angemessene Standards bei der Unterbringung von Beschäftigten sichern“, sagte IG Metall-Tarifsekretär Friedrich.

Gemeinsam mit dem DGB Nord haben Vertreter der IG Metall die griechischen Arbeiter in den vergangenen Tagen, mit Lebensmitteln versorgt und Hilfe organisiert. Die IG Metall-Verwaltungsstellen Rostock und Stralsund-Neubrandenburg haben Spenden im Wert von mehreren hundert Euro übergeben.

 

Quelle: http://www.igmetall-kueste.de/news.php?id=1772&portalid=1

 

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