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Tarifabschluss bei Schnellecke Logistics

Tarifabschluss bei Schnellecke Logistics

Nachdem die zentralen Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Logistikbranche gescheitert sind, setzt die IG Metall weiter auf die Durchsetzung besserer Arbeitsbedingungen im „Häuserkampf“. So hat die IG Metall am 2. Mai 2017 beim Kontraktlogistik-Dienstleister Schnellecke für ihre Mitglieder in Hannover nach fünf Verhandlungsrunden einen IG Metall Tarifvertrag durchsetzen können. Die rund 60 Stammbeschäftigten sowie 35 Leiharbeitnehmer hatten zuvor bei 2 Warnstreiks die Arbeit niedergelegt.

 

 
 
 

 

Die Beschäftigten erhalten nach dem neuen Tarif deutlich höhere Entgelte und mehr Urlaub und die Arbeitszeit wird schrittweise auf 35 Stunden abgesenkt. Außerdem können sich alle Beschäftigten - auch die Leiharbeitnehmer – über eine Einmalzahlung von 500 Euro brutto im Mai 2017 freuen.

 

Bessere Bedingungen für Leiharbeiter

Erstmals ist es der IG Metall in der niedersächsischen Kontraktlogistikbranche gelungen, einen Tarifvertrag für die Leiharbeitnehmer abzuschließen. Dieser Tarifvertrag sieht vor, dass Leiharbeitnehmer bei der Firma Schnellecke ab dem ersten Tag ihrer Beschäftigung einen Zuschlag von 30 Prozent und ab dem 13. Monat von 60 Prozent auf ihr Grundentgelt erhalten. Für das Jahr 2017 liegen diese Werte übergangsweise bei 25 Prozent und 55 Prozent.

Zusätzlich muss die Firma Schnellecke einem Leiharbeitnehmer nach spätestens 30 Monaten einen Arbeitsvertrag anbieten. Beide Parteien haben schriftlich vereinbart, die Stammbelegschaft aufzubauen und Leiharbeit kontinuierlich zu reduzieren.

 

Bessere Arbeitszeiten, mehr Urlaub, mehr Geld

Für die Stammbelegschaft werden die heutigen Arbeitsbedingungen im Jahr 2017 schrittweise an das Niveau der Logistiktarifverträge der AutoVision GmbH herangeführt.

Dies bedeutet zunächst, dass sich die Arbeitszeit von heute 39 Stunden ab sofort auf 37,5 Stunden verkürzt. Ab 2018 gilt die tarifliche 35-Stunden-Woche. Der Urlaub erhöht sich ab 2018 von 27 auf 30 Urlaubstage. Und das Stundenentgelt eines Staplerfahrers beispielsweise wird ab sofort um 11,6 Prozent und ab dem 1. Januar 2018 um mindestens weitere 15 Prozent erhöht.

 

Thilo Reusch, IG Metall-Verhandlungsführer, bewertet das Ergebnis positiv: „Wir haben bei der Firma Schnellecke viele Widerstände überwinden müssen, um dieses Ergebnis hinzubekommen. Deutlich mehr Geld, bessere Arbeitszeiten, mehr Urlaub sind die Früchte, die die Belegschaft für ihren Einsatz nun ernten kann. Wir freuen uns insbesondere darüber, dass wir erstmals auch für die Leiharbeitnehmer in dieser schwierigen Branche ein Ergebnis erzielen konnten, das eine Aufzahlung ab dem ersten Arbeitstag und eine Übernahmeverpflichtung vorsieht. Hier liegen wir deutlich besser, als es das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz vorsieht. Dieser Abschluss wird nun Ansporn sein, unsere erfolgreiche Strategie fortzusetzen und insbesondere auch alle anderen Kontraktlogistiker aufzufordern, mit uns anständige Arbeitsbedingungen auch für die Leiharbeitnehmer zu vereinbaren.

 

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