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Tarifvertrag Stute-Mitarbeiter

Einigung im Tarifkonflikt: Mehr Geld und Urlaub für Stute-Mitarbeiter

Nach fünf Warnstreiks und mehreren Verhandlungsrunden war die Geschäftsführung des Airbus-Dienstleisters bereit, einen Tarifvertrag abzuschließen.

Aktionstag vor der Kühne+Nagel-Zentrale in der Hamburger Hafencity: Rund 350 Beschäftigte aus Finkenwerder und Hausbruch in Hamburg, Bremen sowie Stade waren bei der Kundgebung vor dem Hauptsitz des Mutterkonzerns von Stute Ende August dabei. Sie machten der Geschäftsführung deutlich, dass sie auch zu einem unbefristeten Streik bereit sind. »Das Zeitfenster für eine Lösung schließt sich«, erklärte Bezirksleiter Meinhard Geiken auf der Kundgebung. Ein Streik stand kurz bevor: Die Vorbereitungen für eine Urabstimmung waren bereits angelaufen.

 

Beschäftigte beim Aktionstag in Hamburg vor der Kühne+Nagel-Zentrale

 
 

Genug Druck für Lösung

Danach war die Geschäftsführung zu einer Lösung bereit: Die 750 Beschäftigten in den vier Betrieben bekommen ab dem 1. September jeden Monat 150 Euro mehr Geld. Weitere 100 Euro erhalten sie bis zum Ende der Laufzeit am 31. Dezember 2015 als monatliche Einmalzahlung. Außerdem einigten sich die IG Metall Küste und das Unternehmen darauf, dass die Beschäftigten ab dem nächsten Jahr mindestens 28 Tage Urlaub erhalten.

Künftig gelten für den sechsten Werktag Zuschläge von 25 Prozent pro Stunde. Auszubildende, die ihre Abschlussprüfung mit befriedigend oder besser abgeschlossen haben, werden künftig unbefristet übernommen. Auch Leiharbeiter werden nach zwölf Monaten im Unternehmen unbefristet übernommen. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 31. Dezember 2015.
 

Lob für Abschluss

»Der Tarifabschluss kann sich sehen lassen: Für die Beschäftigten bedeutet er mehr Geld und mehr Urlaub. Auszubildende und Leiharbeiter haben eine gesicherte Perspektive im Unternehmen«, sagte Bezirksleiter Geiken. Emanuel Glass von der IG Metall Region Hamburg ergänzte: »Den Erfolg hat der Druck der Beschäftigten gebracht: Nur weil sie auch zu einem unbefristeten Streik bereit waren, hat die Geschäftsführung den Weg zu dieser Einigung frei gemacht.«

Weil Stute ein fester Bestandteil von Airbus ist, nahm die IG Metall auch den Luftfahrtkonzern in die Pflicht: »Es passt nicht zusammen, wenn Airbus Rekordauslieferungen und -ergebnisse feiert, aber die Situation bei direkten Dienstleistern und Zulieferern ignoriert«, erklärte der IG Metall- Bezirksleiter Geiken. »Auslagerungen auf Kosten der Beschäftigten werden wir nicht mehr akzeptieren.«

 

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