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VW-Logistiker fordern Tarifvertrag

VW Logistiker von CEVA fordern Tarifvertrag mit IG Metall

Die Beschäftigten von CEVA Logistics in Wolfsburg können auf höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen hoffen: Nachdem sich 70 Prozent der Belegschaft und 95 Prozent der Auszubildenden in der IG Metall zusammengeschlossen hatten, sah sich die Geschäftsführung des Logistikdienstleisters gezwungen, Verhandlungen mit der IG Metall aufzunehmen.

 

 
CEVA Logistics
 
 

CEVA-Logistics leistet neben Transport und Lagerung von Gütern auch die Vormontage kompletter Komponenten für VW. Löhne und Arbeitsbedingungen bleiben allerdings weit hinter denen beim Autobauer zurück. Das soll sich nun ändern. Die Delegiertenversammlung der IG Metall Wolfsburg hat die Tarifkommission für das Kontraktlogistikunternehmen CEVA Logistics GmbH im Juli bestätigt – ein „erster Durchbruch in Sachen Kontraktlogistik“, so Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg. „Wir haben den Kampf von unten mittels Mitgliederwerbung gut bestritten, um das Mandat der Beschäftigten zu erhalten.“ Inzwischen laufen die Tarifverhandlungen.

 

Wenn am Monatsende der Kühlschrank leer bleibt…

Die Kontraktlogistiker in der Region haben in den letzten 15 Jahren eine Lohnsteigerung von „mickrigen“ 2 Euro erhalten. Erb macht deutlich, warum sich die IG Metall so energisch für die Kolleginnen und Kollegen einsetzt: „Ein Kontraktlogistiker, der bei CEVA mit einer Wochenarbeitszeit von 39 Stunden in drei Schichten auch am Wochenende arbeitet, erhält am Monatsende zwischen 1200 und 1400 Euro netto. Es gibt Arbeitnehmer, die am Monatsende fast nichts mehr im Kühlschrank haben oder der Sprit im Tank reicht kaum aus, um zur Arbeit zu fahren. Einige Beschäftigte haben zwei Arbeitsstellen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Spätestens wenn man auf dem Rentenbescheid 600 Euro stehen sieht, muss klar sein, dass das nicht in Ordnung ist.“

 

Dumpinglöhne – langfristig eine Gefahr für alle Beschäftigten

Es geht nicht nur um die bloße Solidarität der Stammbelegschaft von Volkswagen zu den Kontraktlogistikern im Umfeld, erklärt Erb. „Wenn Kontraktlogistiker ohne vernünftigen Tarifvertrag weiterhin billig Dienstleistungen anbieten, führt das zu Dumpingpreisen. Niedriglöhne bei den Kontraktlogistikern wiederum führen zu weiteren Auslagerungen von Arbeitsplätzen bei der Stammbelegschaft am Standort Wolfsburg. Es ist im Interesse der Stammbelegschaft, dass die IG Metall das Thema in die Hand nimmt.“

 

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