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Stahlbranche: Beschwerderecht nutzen

Stahlbranche: Beschwerderecht nutzen!

© IG Metall

 

Seit Jahresanfang gilt der Tarifvertrag zur Regelung von Werkverträgen in der westdeutschen Stahlindustrie. Eine wichtige Neuerung ist das Beschwerderecht. Demnach können Beschäftigte aus Werkvertragsfirmen den Betriebsrat ihres Einsatzbetriebs auf Missstände hinweisen. Das ist vor allem deshalb von Bedeutung, weil es in vielen Werkvertragsunternehmen (noch) keine Mitarbeitervertretung gibt. Der Tarifvertrag sieht ausdrücklich vor, dass Betriebsräte auch für die Kolleginnen und Kollegen aktiv werden können, die formal nicht in ihrem Betrieb, sondern bei einem Werkvertragsunternehmen beschäftigt sind.

Tarifvertrag mit Leben füllen

Jetzt geht es darum, den Tarifvertrag in der betrieblichen Praxis mit Leben zu füllen, so Christian Iwanowski, bei der IG Metall Nordrhein-Westfalen zuständig für das Thema Werkverträge. Der beste Tarifvertrag bringt wenig, wenn die Beschäftigten ihre Rechte nicht kennen. Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen geht daher aktiv auf Beschäftigte in den Dienstleistungsbetrieben der Stahlbranche zu und motiviert sie von ihrem Beschwerderecht Gebrauch zu machen.

Neben dem Beschwerderecht legt der Tarifvertrag Mindeststandards zu Entgelt, Arbeitszeit und Arbeitssicherheit fest.

Hier kann der Flyer zum Beschwerderecht (PDF-Dokument, 506.3 KB) heruntergeladen werden.